Stolpersteine Putzen am 7. November 2021

Am 07.11.2021 hat eine große Gruppe von engagierten Teilnehmern die Stolpersteine in Dortmund geputzt. Herzblut Schwarzgelb e.V. war selbstverständlich auch wieder dabei. Wir konnten an 11 verschiedenen Punkten in Hörde an den bewegenden Geschichten Anteil nehmen und beim Putzen der Stolpersteine den Menschen gedenken.

Vier Klassen des 8. Jahrgangs zu Besuch im BVB-Lernzentrum

Im Rahmen ihrer Themenwoche besuchten vier Klassen des 8. Jahrgangs der Gesamtschule Barmen das BVB-Lernzentrum, eine Initiative vom Fanprojekt Dortmund e.V.

Die Besuche fanden am 28. und 29.09. sowie am 04. und 05.10.2021 statt.  

Während eine Hälfte jeder Klasse auf Stadiontour im Signal-Iduna-Park ging und bei der Besichtigung viele Bereiche des Stadions zu sehen bekam, die man sonst nicht zu sehen bekommt – Mixed-Zone, Spielerkabine, Spielertunnel, Spieler- und Trainerbank – nahm die andere Hälfte an einem Workshop mit dem Thema „Über Rechtsaußen – Rassismus und Rechtsextremismus“ teil. Nach ca. 2 Stunden tauschten die Gruppen.

Im Workshop erfuhren die Jugendlichen einiges Neues über die Zusammenhänge zwischen Klischee – Vorurteil – Diskriminierung und zu welchem Zeitpunkt jeder Mensch einschreiten kann, damit es nicht zu Diskriminierung kommt.

Des Weiteren lernten sie verschiedene Formen von Diskriminierung wie Antisemitismus, Homofeindlichkeit, Sexismus, Rassismus und Rechtsextremismus kennen. Hiermit beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler besonders intensiv und lernten, an welchen äußeren Merkmalen, insbesondere der Kleidung, man rechtsextreme Gruppierungen erkennen kann.           

In einem Feedback im Anschluss an den Besuch äußerten die Jugendlichen, dass sie nicht wussten, wie weit verbreitet Diskriminierung und v.a. Rassismus doch sei und dass sie es gut finden, dass sich das Fan-Projekt und Borussia Dortmund gegen Rassismus engagieren.

Einige würden gerne wissen, was passiert, wenn sich z.B. im Stadion jemand rassistisch äußert, außerdem, wann und warum Rassismus angefangen hat und was man weltweit dagegen tun kann.

Wieder zurück in der Schule, gestaltete eine Teilgruppe der 8d ein Banner zum Thema „Kick racism out“ zum Anlass des 25jährigen Bestehens des Projektes des Lernzentrums. Das Banner wurde am Aktionstag am 09.10.21 im Stadion und beim Heimspiel des BVB gegen Mainz am 16.10.21 auf der Südtribüne vom Fanclub Herzblut Schwarzgelb, einem der drei Kooperationspartner, präsentiert. Eine andere Gruppe erstellte Power-Point Präsentationen zum Thema.    

Insgesamt fanden die Jugendlichen das Projekt sehr gut, sie waren froh, einen Beitrag gegen Rassismus leisten zu können.

Auch die Stadiontour hinterließ einen bleibenden Eindruck. Dies spiegelt sich in folgender Aussage wieder: “Vorher dachte ich nie, dass ein Stadion so cool sein kann. Also nehme ich auf jeden Fall mit, dass ein Stadion auch für einen Nicht-Fußballfan cool sein kann.“ Außerdem: “Ich fand es auch cool, dass die Leute dort sehr nett und offen für die meisten Fragen waren“ und „Nochmal einen Dank an die Menschen (des Lernzentrums), die sich die Mühe für uns machten.“

Den Worten möchte ich mich im Namen der Gesamtschule Barmen anschließen und danke dem gesamten Team des BVB-Lernzentrums sehr herzlich.

M. Schlaak (Mitglied Herzblut-Schwarzgelb und Lehrerin an der Gesamtschule Barmen)

Aktionstag zu 25 Jahre “Kick racism out” am 09. Oktober 2021

Vor 25 Jahren entstand der Slogan „kick racism out“ durch das Fanprojekt Dortmund und damals konnte niemand ahnen, welche Erfolgsgeschichte es einmal werden würde. So wurde der Slogan zur Grundausrichtung des Fanprojekts, auch von anderen Fanprojekt-Standorten, vom Lernzentrum und nicht zuletzt vom BVB und wurde so fester Bestandteil in der Fanszene.

Deshalb war es keine Frage das 25-jährige Jubiläum gebührend zu feiern. Wir haben uns natürlich als Fanclub eingebracht und den Aktionstag besucht.

Einige Kinder der Klasse 8d der Gesamtschule Barmen (Kooperationspartner des BVB-Lernzentrums) haben im Rahmen des Workshops „Über Rechtsaußen“ (Rassismus und Rechtsextremismus) ein Banner zu “Kick racism out” erstellt. Dieses Banner wurde am Aktionstag präsentiert und wird zudem am 16. Oktober zum Heimspiel gegen Mainz im Stadion zu sehen sein. Unser besonderer Dank geht hierbei an unser Mitglied Tina, der Lehrerin der 8d der Gesamtschule Barmen.

digitaler Heinrich-Czerkus-Lauf 2021

Der BVB 09-Fan-Club Herzblut Schwarzgelb e.V. lud zur digitalen Gedenkversammlung am
Gründonnerstag, 01.04.2021 ein und viele Mitglieder und Freunde folgten der Einladung.

Auch in diesem Jahr konnte der Heinrich-Czerkus-Lauf in Dortmund nicht stattfinden. Aus diesem Grund hatten unsere Freundinnen vom Heinrich-Czerkus-Fan-Club aufgerufen, sich etwas Besonderes einfallen zu lassen, um eine lebendige Erinnerungskultur auch in Corona-Zeiten zu leben.

Wir wollten zusammen mit unserem Mitglied Wolfgang Ebert, vom Förderverein Konsumgenossenschaft “Vorwärts” Münzstraße e.V. , ein wichtiges Stück Geschichte der Arbeiterbewegung und ihres Widerstandes gegen die Nazis würdigen. Denn das Gebäude der Genossenschaft ist nach wie vor ein wichtiger Ort für eine lebendige Erinnerungskultur in Wuppertal.

Begleitet wurde die informative Gedenkveranstaltung von unserem Mitglied Burkhard Hessler am Klavier.

Weihnachtsfreude im Pflegeheim Stockder Stiftung

Auch Herzblut Schwarzgelb hat zur Weihnachtsfreude im Pflegeheim Stockder Stiftung in Remscheid beigetragen. Infos zu der tollen Aktion sind auf der Website der RP zu finden.

Hier geht´s zum Artikel.

Wir konnten dem 82-jährigen Horst Lück eine Freude in Form von verschiedenen BVB-Fanutensilien machen. Sobald es die Pandemie zulässt werden wir Herrn Lück selbstverständlich persönlich besuchen.

(digitale) Fandelegiertentagung am 9. September 2020

Pünktlich um 19 Uhr begann die erste Fandelegiertentagung der neuen Saison, an der selbstverständlich auch Herzblut-Schwarzgelb teilnahm. Aufgrund der andauernden Pandemiesituation wurde diese digital abgehalten und über einen Stream live übertragen. Die Resonanz war dabei gewaltig, denn es hatten sich über 350 Fanclubs angemeldet. Als Gesprächspartner zu Gast waren Sebastian Kehl, Carsten Cramer und Dr. Christian Hockenjos.

Björn Hegemann eröffnete als Leiter der Abteilung Fanangelegenheiten die Fandelegiertentagung und begrüßte alle Anwesenden vor den Bildschirmen. Nobby Dickel moderierte gekonnt die Gesprächsrunde. Alle Fanclubs hatten bereits im Vorfeld die Möglichkeit, ihre Fragen an die Gäste einzureichen.

In der Gesprächsrunde äußerten sich die Gäste zu den Fragen der Fanclubs zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs, zu sportlichen Themen sowie zum Ticketing während des weiteren Sonderspielbetriebs. Weiterhin berichtete Svenja Schlenker zum Thema Frauenfußball.

Im Anschluss an die Gesprächsrunde folgten die neusten Informationen aus der Abteilung Fanangelegenheiten, zu den aktuellen Themen im Bereich Fanclubs, die Arbeit des Fanrates und es wurde  die neue Kollegin Nicole Möller vorgestellt.

Zum Abschluss der digitalen Fandelegiertentagung verabschiedet sich Björn Hegemann bei allen teilnehmenden Fanclubs und bedankte sich für die rege Teilnahme.

Björn Hegemann, Leiter der Abteilung Fanangelegenheiten, © BVB, Screenshot des Live-Stream

unser Fußball – Die Initiative „Unser Fußball“ fordert Vereine und Verbände auf, die Zukunft des Fußballs grundlegend neu zu gestalten.

Ein Aufruf an alle Mitglieder und Freunde von Herzblut Schwarzgelb e.V.

Unser Fußball – basisnah, nachhaltig, zeitgemäß

(jetzt unterzeichnen)

Wir haben als Fanclub bereits diese Kampagne unterstützt.

Die Initiative „UnserFußball“ besteht aus vielen Fangruppen und Einzelpersonen, die auch nun – angesichts der aktuellen Krise im Fußball – wieder laut und deutlich sagt, was immer wieder gesagt werden muss – damit sich etwas ändert.

Lest die Erklärung bitte aufmerksam und wenn ihr euch anschließen möchtet, dann wäre das sehr schön. Übers Verbreiten der Aktion freuen wir uns ebenfalls, denn jede Stimme zählt.

„Tag gegen das Vergessen“ des Borusseums im Signal Iduna Park (Westfalenstadion)

“Tag gegen das Vergessen”

Am Montag, 27.01.2020 jährte sich zum 75. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, was an vielen Orten der Welt Menschen dazu bewegte, den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken. Auch im Westfalenstadion kamen 500 Gäste zusammen, um den Berichten einer Zeitzeugin beizuwohnen. Die Veranstaltung, die bereits zum 10. Mal stattfand, musste aufgrund von Bauarbeiten vom Borusseum ins Stadion verlegt werden. Letztendlich ein Glücksfall, da so viel mehr Menschen teilnehmen konnten und die Veranstaltung ein sehr großes Publikum fand.

Eröffnet wurde der „Tag gegen das Vergessen“ von BVB-Schatzmeister Dr. Reinhold Lunow, der den besonderen Stellenwert des Tages hervorhob und auf die Verankerung in der Satzung des BVBs verwies. Mitglied der BVB Familie zu sein bedeute die Werte des BVB zu teilen: Borussia verbindet Genrationen, Männer und Frauen aller Nationen.

Begrüßen durfte Lunow dann Halina Birenbaum (geb. 1929), eine polnisch-israelische Autorin, die über ihre Kindheit und Jugend im Warschauer Ghetto und im Vernichtungslager berichtete. Begleitet wurde der bewegende Vortrag von einem Musikduo, das Lieder aus den Konzentrationslagern spielte, die dort unter großer Gefahr von Häftlingen komponiert, aufbewahrt und gesungen wurden. Halina Birenbaum, die heute 90 Jahre alt ist, schilderte die über Jahre andauernde Bedrohung durch die Nationalsozialisten, die im Warschauer Ghetto auf Menschenjagd gingen und die dorthin verbrachten Jüdinnen und Juden täglich bis zum Tode quälten, peinigten und auch Kinder und ältere Menschen töteten oder auf den Weg in den sicheren Tod in eines der Lager schickten. Dabei war bereits bekannt, dass die Verbringung raus aus dem Ghetto die größte Gefahr darstellte und gerade Kinder unter 17 Jahren für die Nationalsozialisten kein „Überlebensrecht“ besaßen. Halina Birenbaum musste deshalb mit ihrer Familie über mehrere Jahre unter Hunger und der ständigen Angst vor Entdeckung, Folter und Tod im Ghetto nach neuen Verstecken suchen und war dabei der immer weiter um sich greifenden Vernichtungsmaschinerie der Besatzer ausgesetzt. In den Jahren des Versteckens verlor sie Freunde und Bekannte, Familienmitglieder und Wegbegleiter, die gemeinsam mit ihr auf Rettung und ein Ende des Schreckens hofften. Sehr bewegend waren vor allem ihre Schilderungen der Trennung von ihrer Mutter, die sie nach dem Transport ins Konzentrationslager aus den Augen verlor und die, wie sie später erfuhr, sofort in eine der Gaskammern geschickt wurde. Halina Birenbaum überlebte die Zeit im Lager und die Todesmärsche vor Kriegsende trotz ihres jungen Alters, siedelte dann nach Israel aus, wo sie sich erst spät nach Kriegsende dazu entschied ihre Erlebnisse aufzuschreiben. Nach der Veranstaltung hatten die Gäste noch Gelegenheit ihr Buch zu kaufen und signieren zu lassen.

Wir nahmen gemeinsam mit Vertreterinnen der Sonnenkönige und Blind Date an der Veranstaltung teil. Alle teilten den Eindruck, dass solche Veranstaltungen wichtig sind und immer notwendiger werden. Gerade in Zeiten von wachsendem Rechtsextremismus, Antisemitismus und An- sowie Übergriffen auf jüdische Einrichtungen und Personen. Da der Antisemitismus auch im Fußballstadion sein hässliches Gesicht zeigt, ist eine solche Veranstaltung durch den BVB als klares und richtiges Zeichen gegen rechte Ideologien zu werten. BVB heißt echte Liebe – da darf Menschenhass keinen Platz haben.